Gefahren einer zu hohen Staatsverschuldung

Bei den Folgen müssen wir unterscheiden zwischen denen, die wir momentan bereits erleben und denen, die uns drohen, wenn wir nicht endlich handeln. Momentan bereits spürbare Folgen:

 

  1. Die gewaltigen Zinszahlungen (rund jeden achten Euro aus den Steuereinnahmen gibt der Staat direkt wieder für Zinszahlungen aus) lassen immer weniger Spielraum für notwendige Investitionen in Bildung und Infrastruktur.
  2. Der Staat tritt mit seiner hohen Kreditnachfrage am Kapitalmarkt als Konkurrent der Privatunternehmen auf, wodurch sich die Kreditaufnahme für die Privatwirtschaft verteuert.
  3. Der Staat wird abhängig von internationalen Investoren und Zinsentwicklungen.
  4. Der Staat gerät in einen Negativkreislauf: Weniger Geld für Investitionen, weniger Wirtschaftsleistung, weniger Steuereinnahmen, höhere Schulden, noch höhere Zinsen.

 

Die Folgen, die es zu vermeiden gilt, bei einem "Weiter so!" aber wahrscheinlich sind, kann man teilweise momentan am Beispiel Kalifornien beochbachten. Dieser US-Bundesstaat, alleine bereits eine der größten Volkswirtschaften der Welt, ist nämlich de facto pleite. Die auch für Deutschland gar nicht so unwahrscheinliche Folgen:

 

  1. Massenentlassungen von Lehrern, Polizisten, Feuerwehrleuten und anderen Angestellten im öffentlichen Dienst.
  2. Auszahlungsstopp bei Renten und Beamtengehältern.
  3. Verfall von Krankenhäusern, Autobahnen und Schulen.
  4. Einstellung der öffentlichen Bau- und Infrastrukturprojekte.
  5. Schließung von Gefängnissen und vorzeitige Entlassung von Straftätern (dies ist gerade deshalb bemerkenswert, weil ja gleichzeitig Polizisten entlassen werden).
  6. Schließung von Museen, Parks und anderen kulturellen Einrichtungen.

 

Noch drastischere Folgen, die momentan glücklicherweise zumindest in Deutschland noch weit entfernt sind, aber nicht auszuschließen sind, wenn wir weiter so sorglos mit dem Geld umgehen, sind:

  1. Hyperinflation.
  2. Währungsreform.
  3. Totalverlust des Finanzvermögens der Bürger.
  4. Soziale Unruhen.
  5. Im schlimmsten Fall: Krieg.

 

Wir wollen keine Angst verbreiten, sondern uns allen ins Bewusstsein rufen, dass all diese Dinge als Folge von Finanzkrisen in Deutschland oder anderen Ländern schon eingetreten sind. Wir sind aber überzeugt, dass wir sie vermeiden können, wenn wir heute beginnen, umzudenken!